Freischwinger
Der etwas andere Stuhl
Ein Freischwinger ist ein Stuhl, der keine Hinterbeine hat. Er wurde 1926 von dem Architekten Mart Stam entwickelt. Der Freischwinger besitzt einen tragenden Rahmen, der aus einem gebogenen Metallrohr besteht. Der untere Teil des Rahmens läuft wie Kufen auf dem Boden bis zum hinteren Rand des Stuhl’s. Der obere Teil des Metallrohres verläuft parallel zu den Kufen und dient als Sitzfläche. Am Ende der Kufen wird der obere Teil des Metallrohres nochmals nach oben gebogen und ist somit die Lehne des Freischwinger’s.
Natürlich braucht man noch andere Werkstoffe, damit man wirklich gut sitzen kann. Die meisten Freischwinger werden mit
Leder überzogen, sowohl auf dem Sitz wie auch als Lehne. Man kann aber auch
festen Stoff benutzen oder Metall einsetzen. Wer es bequemer haben möchte, kann auch eine
Polsterung benutzen. Dabei wird ein Stück Holz auf den oberen Teil des Metallrohres gesetzt, mit Leder oder Stoff überzogen und mit Polstermaterial gefüllt. Das Gleiche macht man mit der Lehne.
Setzt man sich in einen Freischwinger, so
geben die Vorderbeine durch ihre Elastizität nach, und die
Sitzfläche senkt sich leicht nach unten und hinten. Dadurch entsteht beim Sitzen ein
angenehmes Schaukeln, der Stuhl
reagiert federnd auf Bewegungen der Person und ist dadurch sehr bequem.